Das Rechenzentrum im Sommer

Hier residieren Ihre CloudCells: Im Rechenzentrum der STRATO AG in Berlin rauscht und brummt es. Serverschränke stehen in langen Reihen, an denen grüne, gelbe und orangefarbene LEDs blinken und leuchten, Kabel winden sich in dicken Bündeln durch die Halle. Diese vermittelt den beruhigenden Eindruck kontrollierter Geschäftigkeit. Es herrschen angenehme 22 Grad...

...Während es draussen immer heisser wird...

 Auch Computer haben eine optimale Arbeitstemperatur. Zwischen 16 und 25 Grad laufen sie einwandfrei und arbeiten am effizientesten. Während sie die ihnen zugewiesenen Aufgaben erfüllen, Webseiten anzeigen, Mails versenden und empfangen oder auch die ihnen anvertrauten Datenbestände im permanenten Zugriff halten, geben sie Wärme ab. Daher gehört die Kühlung zu den wichtigsten Aufgaben im Rechenzentrum.

Die Klimatisierung ist ausserdem einer der größten Kostenfresser. An den derzeit besonders heißen Tagen kann es vorkommen, dass der Stromverbrauch hier um 60 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt liegt. Kein Wunder also, dass Unternehmen wie Facebook ihre Datenzentren schon mal nach Schweden verlegen, wo es das ganze Jahr über kalt bleibt. Um die Rechner dort kühl zu halten, muss man praktisch nur das Fenster öffnen.

Und so ähnlich funktioniert auch die Kühlung des STRATO- Rechenzentrums, zumindest bei gemäßigten Temperaturen. Google beschreibt einen anderen Weg: Für die Kühlung seines Rechenzentrums in Finnland wird das kalte Meerwasser genutzt.

STRATO, als ein nach ISO 27001 zertifiziertes Unternehmen, bietet Speicherplatz sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen an. Auch unsere CloudCells residieren in diesem Rechenzentrum. Die Datenbestände dürfen nicht verloren gehen. In dem Berliner Rechenzentrum gibt es ein ausgefeiltes System, um bei optimaler Kühlung Energie und Kosten zu sparen. Unterteilt wird in einen "Kaltgang" zwischen den Rechnern und einem "Warmgang" hinter den Serverschränken. In letzterem wird weniger stark gekühlt. Mitarbeiter, die sich zwischen den Servern bewegen, haben es also weniger kühl wie die Maschinen.

Doch selbst im "Warmgang" ist es an besonders heißen Tagen kühler als draussen. Dann wird die Abluft der Computer zur Kühlung des Warmgangs genutzt. Sie wird in eine Kühlanlage gesogen, dort mit kaltem Wasser abgekühlt und anschließend wieder in Richtung Rechner geschickt.

Diese akribische Planung, die ich hier nur im Ansatz skizziere, dient dem Zweck, Ausfälle zu verhindern. Die Rechner laufen zwar auch bei höheren Temperaturen, jedoch drohen Schäden durch vorzeitigen Verschleiß. Irgendwann geht dann die Hardware kaputt.

Diese Hitze macht natürlich auch Serversystemen zu schaffen, die in den Unternehmen stehen. In den seltensten Fällen sind diese in Bezug auf Klimatisierung für alle Fälle vorbereitet. Eine Klimaanlage im Serverraum, vom Fachmann eingerichtet, kann hier schon Abhilfe schaffen.

Hier wird wieder einmal deutlich, wie es sich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen verhält, wenn man den Betrieb eigener Serversysteme mit dem Betrieb (virtueller) Cloud- Systeme gegenüberstellt: Die Kosten für Anschaffung, Energie und eine leistungsfähige SDSL- Leitung in den eigenen vier Wänden des Unternehmens, verglichen mit einer virtuellen Appliance in der Cloud, die praktisch nie verschleisst: Was für eine Verschwendung!

 

 

 


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